Privat oder gesetzlich versichern? Welche Krankenversicherungen gibt es?

Private oder gesetzliche Versicherung?

Gesundheitskarte

Laut Gesetzes können Sie ohne Krankenversicherung nicht in Deutschland leben. Gleichzeitig ist die Versicherung nicht nur eine Behandlungsgarantie, sondern auch eine erhebliche Belastung für das persönliche Budget jedes Bewohners des Landes. Wir erklären, wie dieses System funktioniert.
Das System der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland wurde von Otto von Bismarck eingeführt. Das Gesetz, das in erster Linie auf Fabrikarbeiter gerichtet war, wurde am 15. Juni 1883 angenommen. Damit wurde der Grundstein für die Gründung der deutschen Sozialversicherung gelegt, die jetzt Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfall, Pflegebedürftigkeit und Unfall umfasst.

 

Im Jahr 2007 reformierte Deutschland die Gesundheitsversorgung und verabschiedete ein Gesetz über die obligatorische Krankenversicherung, die das Leben im Land ohne Versicherung verbot. Tatsache ist, dass zu dieser Zeit im Land etwa 400 Tausend Menschen lebten, die aus Gründen der Sparsamkeit überhaupt nicht versichert waren. Das neue Gesetz hat die Anzahl der medizinischen „Kaninchen“ deutlich reduziert. Im Jahr 2011 verzeichnete das Statistische Bundesamt nur 137.000 Personen, die keinen Krankenversicherungsvertrag haben und daher bei Bedarf keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können.

Versicherung

Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen in Deutschland: gesetzliche und private. 54 900 Euro im Jahr – das ist das Einkommen, das alle Werktätigen des Landes in zwei teilt. Wer weniger verdient, muss in der staatlichen Kasse einen Versicherungsvertrag unterschreiben. Und diejenigen, deren Einkommen mindestens einen Euro diesen Betrag übersteigt, haben das Recht die Krankenkasse zu wählen. Sie können, wenn sie wollen, Mitglied einer staatlichen oder privaten Kasse werden. Die zweite ist teurer, hat aber eine Reihe von unbedingten Vorteilen: „Private“ Patienten müssen nicht lange warten, um einen Termin zu bekommen, einige Ärzte arbeiten nur mit  solchen Gruppen von Versicherungsnehmern, und die Liste der abgedeckten Dienstleistungen ist deutlich länger.

Neben gut bezahlten Mitarbeitern ist diese Wahl gesetzlich für diejenigen vorgesehen, die für sich selbst (Privatunternehmer) und Beamte arbeiten. Übrigens ist es sogar für die Beamten unrentabel, der staatlichen Registrierkasse beizutreten. Der Staat erstattet für die Beamten sowieso bis zu 80 Prozent der Kosten für medizinische Leistungen.

Die meisten Einwohner Deutschlands (90 Prozent der Bevölkerung) sind dennoch in den staatlichen Unternehmen versichert, obligatorisch oder freiwillig. Der Beitrag zur staatlichen Krankenkasse beträgt 14,6 Prozent des Jahreseinkommens des Versicherten (brutto) und wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich installiert der Kassierer einen Zuschlag, der seit 2016 1,1 Prozent beträgt. Insgesamt sind in Deutschland 123 Unternehmen in der staatlichen Krankenversicherung tätig. Die bekanntesten sind AOK, Techniker Krankenkasse, Barmer GEK und DAK-Gesundheit.
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Im selben Prozentsatz der Beiträge der Staatlichen Krankenversicherung ist das berühmte Prinzip der Solidarität versteckt (das heißt, alle sind für alle verantwortlich).

Versicherung

 

Alle Kunden des Unternehmens zahlen einen gleichen Teil ihres eigenen Einkommens, und für dieses Geld haben sie das Recht, alle notwendige medizinische Leistungen zu bekommen. Und das bedeutet, dass die Reinigungskraft des Cafés und der Top-Manager eines großen Unternehmens von Ärzten gleich bedient werden müssen. Entscheidendes Kriterium für einen Versicherungsfonds ist in diesem Fall der unbestreitbare Behandlungsbedarf.  Wenn unterschiedliche Behandlungen möglich sind, wählt der Arzt die günstigste.

 

Arbeitgeber in Deutschland teilen die Kosten für die Einstellung eines Arbeitnehmers für die Pflichtversicherung. Vollzeitbeschäftigte zahlen nur die Hälfte der Versicherungsbeiträgen, die zweite Hälfte trägt das Unternehmen. Und diejenigen, die selbständig arbeiten, entsprechend, alle Krankenversicherung als Ganzes bezahlt, das heißt, etwa 15,7 Prozent des Jahresumsatzes. Zwar hat das Gesetz den oberen Balken gesetzt: Diese Auswahl darf 639 Euro 38 Cent pro Monat nicht überschreiten. Ein Beispiel für eine solche freiwillige Versicherte kann ein Sprachlehrer, personal Trainer oder Friseurin sein, die selbständig tätig sind.

 

Bei der selbständiger Arbeit weist der deutsche Staat eine besondere Kategorie zu – „freie Künstler“. Es sind Leute von kreativen Berufen gemeint. Das sind die Maler, Fotografen und Musiker, Publizisten und Journalisten. „Freelance Artists“ werden von der staatliche Sozialkasse KSK (Künstlersozialkasse) unterstützt. Die Kasse übernimmt die Hälfte der Kosten des Arbeitgebers für die Kranken- und Rentenversicherung.

Bei der staatlichen Krankenversicherung können Sie in der Regel einen „kostenlosen Anhänger“ mitversichern, z.B. den arbeitslosen Ehepartner und die Kinder.

Versicherung

Die private Krankenversicherung in Deutschland baut auf dem sogenannten Äquivalenzprinzip auf (d.h., jeder zahlt nicht für alle, wie bei einer staatlichen Versicherung, sondern für sich selbst). Die monatliche Gebühr ist nicht abhängig von dem Verdienst des Versicherten. Sie wird von den gewünschten Leistungen, individuellen Risiken, Gesundheitszustand und Alter berechnet, in dem der Vertrag geschlossen wird. Je jünger der Versicherte ist und je weniger er die Krankheiten hat, desto niedriger sind die Versicherungskosten. Leider wachsen sie mit dem Alter und der Anzahl der erworbenen Krankheiten. Patienten, die in privaten Kassen versichert sind, bezahlen ihre eigenen Rechnungen selbst und erhalten dann eine Entschädigung von ihren Krankenkassen.

 

Zusammenfassend:

 

 

  • Die gesetzlichen Versicherung nimmt alle auf – nur wenn sie nicht schon privat versichert sind.
  • Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hängt der prozentuale Beitrag von der Höhe des Einkommens pro Monat ab, in der privaten Versicherung – vom Alter und Gesundheitszustand.
  • Private Versicherungen können ihre Leistungen nicht einseitig kürzen.
  • Privat versichern sollten sich nur Beamte und Gutverdiener mit langfristig sicherem Einkommen.