Das Gesundheitssystem in Deutschland

Das deutsche Gesundheitssystem

Aufbau des Gesundheitssystem

Gesundheitssymbol

Das Bundesministerium für Gesundheit bereitet Gesetze vor und zudem erarbeitet es Verwaltungsvorschriften für die Aktivitäten der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Das deutsche Gesundheitssystem ist ein sogenanntes duales Krankenversicherungssystem. Es existieren zum einen in gesetzliche Krankenversicherung, zum anderen existieren private Krankenversicherung. Nur circa 15 Prozent der gesamten Deutschen Bevölkerung sind privat versichert. Die anderen sind gesetzlich versichert, können dennoch sich privat zusatzversichern. Es sind noch zwei weitere Besonderheiten vorhanden: die Selbstverwaltung und das Sachleistungsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung sind Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigung. Diese erfüllen gesetzlich übertragenen Aufgaben in eigener Verantwortung. Der Staat setzt hierzu nur den rechtlichen Rahmen bei und führt eine Rechtsaufsicht. Außerdem gibt es noch eine gemeinsame Selbstverwaltung der Leistungserbringer und Kostenträger. All diese gemeinsamen Aspekte sollen das Gesundheitssystems näher ausgestalten.

 

Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems

 

Das deutsche Gesundheitssystem ist örtlich organisiert und nach dem Prinzip der Selbstverwaltung aufgebaut. Auch wenn der Staat wesentliche Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung beschließt, liegt die Organisation und Finanzierung bei der Vertreterschaft von Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und Krankenversichererten. All dies zusammen nennt man den Gemeinsamen Bundesausschuss.  Diese entscheiden zu dem welche Leistungen von den Versicherungen zu tragen sind oder welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitssystems notwendig sind.

 

Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich

 

Internationale Vergleiche des deutschen Gesundheitssystems sind schwierig, weil Gesundheitssysteme komplex und vielfältig sind und außerdem die Gesamtgesellschaft unterschiedlich eingebettet sind.  Nach den Studien der OECD schneidet das deutsche Gesundheitssystem im Vergleich gut ab. Auf der Leistungsseite hat Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme weltweit. Im Gegensatz, dass die Wartezeit für Patienten gering sind, ist die Anzahl von Ärzten und Krankenhäusern zur Gesamtbevölkerungszahl sind überdurchschnittlich hoch. Ebenso die Zahl der Pflegekräfte liegt über dem Durchschnitt. In Deutschland existieren auch keine Zuzahlungen. Es ist also alles unabhängig von Einkommen, Alter sozialer Herkunft und persönlichen Krankheitsrisiko.

 

 

 

Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems

 

In Deutschland wir überwiegend die gesundheitsversorgung durch Beiträge der krankenversicherten Bevölkerung, als auch die Pflichtbeiträge der Arbeitgeber finanziert. Hinzugerechnet werden noch die steuerlich finanzierten Fördermittel der Bundesländer. Die unterstützen meistens Sanierungsmaßnahmen oder Neubauten von Krankenhäusern.

 

Die Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen

KrankenhausWegen den aktuellen anerkannten Standards machen die Ärzte regelmäßige Fortbildung, damit der Arzt hierzu qualifiziert ist. Ebenfalls unterliegen Arztpraxen und Krankenhäusern vielfältige Qualitätsanforderungen. Alle zwei Jahre müssen Krankenhäuser einen strukturierten Qualitätsbericht erstellen und veröffentlichen. Zudem müssen sie Daten ihrer medizinischen Behandlung an ein unabhängiges Institut übermitteln, hiernach werden Auffälligkeiten nach strengen Kriterien überprüft. Selbst den Arztpraxen ist vorgeschrieben ein Qualitätsmanagement einzuführen. Von den kassenärztlichen Vereinigung der Bundesländer werden die Einhaltung stichprobenhaft überprüft und veröffentlicht. Zusätzliche Zertifizierungen, die mehrere Krankenhäuser freiwillig machen, sind bei Arztpraxen eher selten.  

 

Das Abrechnungssystem

 

In Deutschland sind die Kosten für die medizinische Behandlung sind durch verbindliche Kataloge festgelegt. Bei einer ambulanten Vorstellung oder bei einer gewünschten Chefarzt Leistung in einem stationären Aufenthalts kommen die Gebührenordnung für Ärzte zur Anwendung. Diese Gebühren kann kein Arzt frei kalkulieren. Die Kosten bei stationären Aufenthalten im Krankenhaus legt der DRG-Katalog (Diagnosis Related Groups) fest. Anhand der getroffenen Diagnose und der jeweils empfohlenen Behandlung errechnen sie sich die Gebühren. Durch die Wahl zusätzlicher gewünschter Leistungen können weitere Kosten verursacht werden. Hierzu gehören Chefarztbehandlung oder die Unterbringung im Einzel- oder Komfortzimmer. Unter anderem können auch solche Kosten zusätzlich berechnet werden, wenn der Patient nicht-medizinische Services nimmt. Darunter gehören Flughafenabholung oder Dolmetscherservice.  

 

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